1865
Die Gründung
Die Geschichte von Hertling beginnt am 28. September 1865 in Berlin als Kolonialwarenhandel. Gründer ist Emil Hertling.

1870
Erweiterung um einen Baustoffhandel mit Transportgewerbe
Materialwarenhandel, als Kolonialwarenhandel oder als frühe Spedition mit Pferdewagen. Im Kern geht es um dasselbe: Hertling entsteht in einer Zeit, in der Berlin wächst, baut, sich verdichtet und ständig in Bewegung ist.

Hertling Hamburg im Zuge der Zeit
Hertling Hamburg ist aus einer Berliner Gründerzeitgeschichte hervorgegangen, aber in Hamburg zu einem eigenen Haus geworden. Der Ursprung liegt 1865 bei Emil Hertling in Berlin: Handel, Fuhrwerk, Transport, Bewegung. Aus Pferdewagen wurden Speditionsstrukturen, aus Stadtlogistik wurde Bahnspeditionsgeschäft, aus handwerklicher Zuverlässigkeit wurde eine Qualität, die 1910 sogar zur Ernennung als kaiserlicher Hofspediteur führte.
Nach Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau entstand 1945 das Hamburger Schwesterhaus. Gegründet von Max Hertling, entwickelte es sich in der Hansestadt zu einem Familienunternehmen mit eigener Prägung: bodenständig genug für den Privatumzug, spezialisiert genug für institutionelle und betriebliche Verlagerungen.
Seit den 1980er- und 1990er-Jahren wurde Hertling Hamburg durch neue Generationen, neue Standorte und neue Infrastruktur weiter ausgebaut. Rellingen, Halstenbek, Logistikflächen, Aktenlagerung, Spezialumzüge und zusätzliche Leistungen entlang der Wertschöpfungskette markieren den Weg vom klassischen Umzugsunternehmen zum operativen Logistikpartner.
Heute steht Hertling Hamburg nicht nur für Transport. Es steht für Bewegung mit Verantwortung. Für Umzug, Logistik, Lagerung und Verlagerung dort, wo Betrieb nicht einfach unterbrochen werden darf. Die Geschichte beginnt mit Pferdewagen. Ihr heutiger Kern ist aber derselbe geblieben: Dinge, Menschen, Institutionen und Prozesse so zu bewegen, dass aus Veränderung wieder Verlässlichkeit wird.
Die Geschichte von Hertling und Hertling Hamburg
Die Geschichte von Hertling beginnt am 28. September 1865 in Berlin. Gründer ist Emil Hertling. Am Anfang steht ein Unternehmen, das Handel, Transport und Bewegung miteinander verbindet. In den Quellen wird dieser Ursprung unterschiedlich beschrieben: als Materialwarenhandel, als Kolonialwarenhandel oder als frühe Spedition mit Pferdewagen. Im Kern geht es um dasselbe: Hertling entsteht in einer Zeit, in der Berlin wächst, baut, sich verdichtet und ständig in Bewegung ist.
Berlin ist damals eine Stadt im Aufbruch. Waren müssen transportiert, Baustoffe bewegt, Wohnungen eingerichtet, Haushalte verlegt und neue städtische Strukturen versorgt werden. Hertling wächst in diese Dynamik hinein. Das Unternehmen ist von Beginn an kein bloßer Händler und auch keine reine Fuhrhalterei, sondern ein Betrieb, der Bewegung organisiert.
Bereits wenige Jahre nach der Gründung erweitert Hertling sein Geschäft. Aus dem ursprünglichen Handel entwickelt sich ein Baustoffhandel mit angeschlossenem Transportgewerbe. Pferdefuhrwerke prägen den Alltag. Sie sind die operative Grundlage der damaligen Stadtlogistik. Hertling verfügt bald über einen beachtlichen Fuhrpark mit zahlreichen Pferden und Wagen und wird zu einem sichtbaren Teil der Berliner Wachstums- und Baugeschichte.
Nach dem Tod des Gründers übernehmen seine Söhne Albert und Friedrich Hertling das Unternehmen. Damit beginnt die zweite Generation. Unter ihrer Führung wird der Betrieb weiter professionalisiert. Hertling verlagert seinen Sitz nach Berlin-Charlottenburg in die Nähe des Schlosses und baut das Speditionsgeschäft weiter aus. Die Stadt wächst weiter, die Anforderungen steigen, und Hertling ist dort tätig, wo Bewegung zunehmend komplex wird.
Ein wichtiger Abschnitt ist der Berliner U-Bahn-Bau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hertling stellt in diesem Zusammenhang eine große Zahl von Pferdefuhrwerken bereit. Das zeigt, welche operative Bedeutung das Unternehmen damals bereits hatte. Hertling bewegt nicht nur Möbel oder einzelne Waren, sondern ist Teil großer städtischer Infrastrukturprozesse. Die Leistung liegt nicht allein in Kraft und Fuhrwerk, sondern in Organisation, Verlässlichkeit und Taktung.
1910 wird Hertling zum Hofspediteur Seiner Majestät des Kaisers und Königs von Preußen ernannt. Diese Auszeichnung ist ein deutliches Zeichen für den Rang, den das Unternehmen erreicht hat. Sie steht für Vertrauen, Präzision, Diskretion und eine Qualität, die auch für anspruchsvolle Auftraggeber tragfähig ist. Hertling ist zu diesem Zeitpunkt längst mehr als ein Fuhrunternehmen. Es ist ein etablierter Speditionsbetrieb mit hohem Anspruch.
Nach dem Ersten Weltkrieg folgt ein weiterer Entwicklungsschritt. 1919 wird Hertling offizieller Bahnspediteur der Deutschen Reichsbahn. Damit erweitert sich die Reichweite des Unternehmens deutlich. Die Verbindung von lokalem Transport und überregionaler Bahnlogistik wird zu einem wichtigen Bestandteil der Arbeit. Hertling organisiert nicht nur Wege innerhalb einer Stadt, sondern Übergänge zwischen Verkehrssystemen, Orten und Zuständigkeiten.
Die Motorisierung setzt bei Hertling vergleichsweise spät ein. Erst in den 1930er-Jahren werden die Pferdefuhrwerke zunehmend durch motorisierte Fahrzeuge ersetzt. Der Grund ist bemerkenswert: Pferde waren für viele Aufgaben lange schneller, beweglicher und belastbarer als die frühen Lastkraftwagen. Hertling folgt der Technik also nicht aus Mode, sondern aus operativer Vernunft. Eingesetzt wird, was im Alltag wirklich funktioniert.
Der Zweite Weltkrieg trifft das Unternehmen schwer. Die Berliner Betriebsanlagen werden durch Bombenangriffe zerstört. Nach Kriegsende steht Hertling vor einem Neuanfang zwischen Trümmern. Der Wiederaufbau dauert Jahre und wird erst Anfang der 1950er-Jahre abgeschlossen. Dass das Unternehmen diese Phase übersteht, ist ein wesentlicher Teil seiner Identität. Hertling besteht nicht nur, weil es alt ist. Hertling besteht, weil es Brüche überlebt: Kaiserreich, Republik, Krieg, Zerstörung, Wiederaufbau, Teilung und Wiedervereinigung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entsteht auch die Hamburger Linie. 1945 wird in Hamburg ein Schwesterhaus gegründet. Gründer ist Max Hertling, der Sohn von Friedrich Hertling. Damit beginnt die eigenständige Geschichte von Hertling Hamburg. Das Hamburger Unternehmen ist historisch mit dem Berliner Ursprung verbunden, entwickelt aber in der Hansestadt ein eigenes Profil.
Hertling Hamburg ist von Beginn an ein Familienunternehmen mit festen Wurzeln in der Region. Der Betrieb übernimmt die Erfahrung, Haltung und handwerklich-operative Tradition des Stammhauses, richtet sich aber auf die Anforderungen des Hamburger Marktes aus. Dazu gehören Privatumzüge ebenso wie anspruchsvolle institutionelle und betriebliche Verlagerungen. Hamburg als Hafen-, Handels-, Verwaltungs- und Wirtschaftsstandort bietet dafür ein eigenes Umfeld.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelt sich Hertling Hamburg vom klassischen Umzugsunternehmen zu einem spezialisierten Logistikdienstleister. Der Umzug bleibt Teil der DNA, aber der Leistungsumfang wächst. Immer stärker geht es um organisierte Verlagerung, um Planung, Steuerung, Lagerung, Dokumentation und die Fähigkeit, komplexe Bewegungen so umzusetzen, dass Betrieb und Alltag möglichst kontrolliert weiterlaufen können.
Ein wichtiger Schritt erfolgt 1987 mit dem Erwerb eines Betriebsgeländes in der Siemensstraße in Rellingen. Damit schafft Hertling Hamburg eine eigene infrastrukturelle Grundlage für weiteres Wachstum. 1988 tritt Rolf-Oliver Hertling, Sohn von Rolf Hertling, in das Unternehmen ein. 1989 folgt Michaela Hadeler, geborene Hertling, ebenfalls aus der Familie. Damit wird die nächste Generation aktiv in die Hamburger Unternehmensentwicklung eingebunden.
2003 vergrößert sich Hertling Hamburg und zieht in die Industriestraße in Halstenbek. Dieser Schritt steht für den Ausbau des operativen Geschäfts und für die wachsenden Anforderungen an Fläche, Logistik und Organisation. Hertling Hamburg ist zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr nur ein Umzugsbetrieb im traditionellen Sinn, sondern ein Unternehmen, das Bewegung als Prozess versteht.
Seit 2000 erweitert Hertling Hamburg seine Spezialisierungen entlang der Wertschöpfungskette. Dazu gehören neben Umzügen und Standortverlagerungen auch Logistikleistungen, Lagerung, Aktenlagerung, digitale Archivierung, Neumöbellogistik, Facility Services und Warehouse Management. Die Entwicklung folgt einer klaren Logik: Wer Betriebe, Verwaltungen, Kliniken oder Institutionen bewegt, muss mehr können als tragen und fahren. Er muss verstehen, was vor, während und nach der Bewegung funktionieren muss.
2010 entsteht auf dem Betriebsgelände in Rellingen eine Logistikhalle für Aktenlagerung. Damit wird ein Leistungsbereich ausgebaut, der besondere Anforderungen an Sicherheit, Ordnung, Nachvollziehbarkeit und Verantwortung stellt. Akten sind nicht einfach Lagergut. Sie sind Teil von Verwaltung, Rechtssicherheit, Erinnerung und Organisation. Für Hertling Hamburg bedeutet dieser Bereich eine weitere Professionalisierung weg vom reinen Transport hin zur strukturierten Dienstleistung.
2014 werden weitere Grundstücke in der Industriestraße und in der Gärtnerstraße in Halstenbek erworben. Damit wächst die räumliche Basis des Unternehmens erneut. 2016 tritt Marc-Oliver Hertling, Sohn von Rolf-Oliver Hertling, in das Unternehmen ein. Auch hier zeigt sich die Kontinuität des Familienunternehmens: Hertling Hamburg bleibt nicht nur dem Namen nach familiär geprägt, sondern entwickelt sich über Generationen weiter.
Heute steht Hertling allgemein für mehr als 160 Jahre Unternehmensgeschichte. Aus einem Berliner Gründerzeitbetrieb ist ein traditionsreiches Speditions- und Logistikunternehmen geworden. Die Geschichte reicht vom Pferdefuhrwerk über Bahnspeditionsgeschäft und Motorisierung bis zu modernen Logistik-, Lager- und Verlagerungsleistungen.
Hertling Hamburg wiederum steht für die eigenständige Fortsetzung dieser Geschichte in der Hansestadt. Das Unternehmen verbindet familiäre Kontinuität mit operativer Spezialisierung. Es bewegt Privathaushalte, Unternehmen, Verwaltungen, Kliniken und Institutionen. Dabei geht es nicht nur um Transport, sondern um Betriebsfähigkeit, Struktur und Verantwortung.
Der rote Faden der gesamten Geschichte ist Bewegung. Am Anfang waren es Pferdewagen in einer wachsenden Stadt. Später kamen Bahn, Lastkraftwagen, Lagerflächen, Aktenlogistik, digitale Archivierung und komplexe Standortverlagerungen hinzu. Geblieben ist der Anspruch, Veränderung praktisch beherrschbar zu machen.
Hertling ist deshalb nicht nur ein altes Umzugsunternehmen. Hertling ist ein Unternehmen, das seit 1865 organisiert, was bewegt werden muss. Hertling Hamburg führt diese Tradition seit 1945 mit eigenem hanseatischem Profil fort: bodenständig, operativ, familiengeführt und spezialisiert auf Bewegungen, bei denen es nicht reicht, Dinge nur von A nach B zu bringen.



